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Frühling und still ruht der Blog - ein Beitrag für Katzenliebhaber

Das muss ich euch mal zeigen, weil ich es selbst kaum glauben konnte: ein Originalfoto vom Samstag um 15:00Uhr.

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Okayiii, es ist hinten auf der windgeschützten Loggia aufgenommen, aber das lässt doch hoffen, oder? Musste sofort im Garten stöbern und was sehe ich? Natürlich die allerersten Frühlingsboten

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und bei weiterer Suche die nächsten,

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allerdings noch ziemlich Grün hinter den Blättern. Ein Foto des Marienkäfers (!) kann ich euch nicht zeigen, die Kamera verweigerte den Makrodienst. Auch die Trillionen anmutig tanzender Mücken im Sonnenschein konnte man nicht erkennen und noch mehr Bilder von bereits wieder wachsenden Brennesseln will ich euch und mir ersparen.

Nein, ich will keine Brennesselfastenkur machen. Ja, ich weiß, dass Brennesseln gesund sind. 2 - 3 kg davon würden mir aber durchaus als Jahresbedarf ausreichen. Was an Grünzeug bald in meinen Frühlingsquark wandert, zeige ich euch in geschätzten 2 Wochen, wenn es weiterhin so sprießt. Geschätzt auch deshalb, weil es bei mir zeitliche Engpässe gibt.

Wie das? Am Samstag überkam mich z.B. plötzlich der sinnlose Trieb, die Fenster zu putzen. Nicht alle, das schafft mein Arm nicht, aber einige. Was man da plötzlich sehen konnte! In beide Richtungen und schon gab es Mecker: draußen tummeln sich kreischende - Verzeihung: singende -  Katzbarden, auf der Garage lagen sie aufgereiht wie in der U-Bahn und sonnten sich und er

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darf nicht mitmachen! Das ist soooo gemein! Dabei kann er genauso laut einstimmen

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und am besten noch richtig toll fauchen. Warum ist der arme Kalle also in Quarantäne? Darum:

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Kalle ist ein zugelaufener, aber natürlich kein dahergelaufener Kater.

Er hat mir bisher viele Premieren beschert, z.B. als erstes "Einfangen eines Katers mit einer Falle". Nachdem ich den Kleinen mit einem offenen Bruch an der Vorderpfote auf der Loggia fand, wo er Reste aus Carlos Napf fraß, konnte ich natürlich nachts nicht mehr schlafen. Klar, dass er erstmal abgehauen ist, als ich rauskam (sollte vielleicht wirklich mal etwas Gewicht reduzieren *hüstel*). Meine Recherchen nach einem "Besitzer" verliefen ergebnislos. Daher dann die Aktion mit der Falle.

Kalle (wer kennt das Stück von der Augsburger Puppenkiste, nach dem der kleine König benannt ist?) trabte hungrig hinein, wurde dann operiert und leider mitohne Pfote wieder heimtransportiert. In der Nacht gelang dem Dussel die Flucht aus der Scheune, die ich vermeintlich ausbruchssicher gemacht hatte. Dussel deshalb, weil ich ihn natürlich mit Schmerzmitteln, Futter usw. versehen wollte und ihn sicher und betäubt in einem sehr stabilen Karton wähnte.

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Das ist der Beweis, dass da, wo der Kopf durchpasst, auch der Rest durchgeht und Katzen ihre Freiheit über Alles lieben. Kalle hatte damals zwar nur geschätzte 4,2kg, aber er ist kein kleiner Kater. 

Noch mehr schlaflose Nächte, aber vorletzten Samstag saß er nach 16 Tagen (!) laut schreiend in der Scheune. Huuuungerrrrr, Schmerrrrrzeeeen! Frau Wollich hatte eigentlich zum Wochenende eine große Färbeaktion geplant, aber es gibt Prioritäten im Leben.

Kalle ließ sich dann erstaunlich leicht in einen Weidentransportkorb locken. Ein paar Stückchen Putenbraten, den Frau Wollich sich gerade zwecks Mittagsmahlzeit einverleiben wollte, reichten aus. Leider musste nachoperiert werden, ich erspare euch die Einzelheiten. Seither ist der arme Kalle im Katzenknast. Keine Chance auf Entkommen gibt es in einem abgeschlossenen Raum auf dem weitläufigen Grundstück (sprich: eine ausgebaute Garage, die einmal als Verkaufsraum diente). Selbstverfreilich katzgerecht mit Läufern, Höhle, Federkissen, Toilette usw. versehen. Regelmässige Verbandswechsel müssen sein und täglich Schmerzmittel und Entzündungshemmer und Sonstiges, was das Katertier so braucht. Inzwischen klappt es ganz gut mit uns.

Glücklicherweise habe ich ja Erfahrung mit pflegebedürftigen Lebewesen, ob mit oder ohne Fell. "Wärme, Liebe, Ruhe", das stand auf einem Bild in der Praxis meines langjährigen Hausarztes. Ganz sicher sind das die wichtigsten Heilmittel.

Nicht zu verachten ist aber auch ein warmer Waschlappen, mit dem ich heute das Katertier traktiert habe. Noch so´ne Premiere! Frau Wollich als Katzenmama bei einem ausgewachsenen Katertier. Richtig gemacht hat der Kater es als Putzen von der Mama akzeptiert und fühlte sich motiviert, selbst auch mit Putzerei aktiv zu werden. Da ja eine Pfote fehlt, klappt es mit dem Putzen um die Augen noch nicht so gut, daher gab es da Verkrustungen, die mit dem Waschlappen nach und nach entfernt wurden. Kalle hat auch noch eine Erkältung.

Daher kam dann die nächste Premiere: Sole-Inhalation für ein Katertier. Kalle bekommt homöopathische Mittel zur Unterstützung, aber in der "Sieben-Katzenleben" Liste bei yahoo fand ich den Hinweis, dass Inhalationen für verschnupfte Katzen sehr hilfreich sein können. Na toll.

Ich habe es kaum für möglich gehalten, aber es gelang mir, Kalle in den Weidenkorb zu locken *uff schwitz*. Vor den Korb wurde ein dampfender Topf mit 10% Meersalz in heißem Wasser aufgelöst plaziert. Über Korb und Topf und Kalle kam dann ein großes Badehandtuch. Für 10 Minuten musste das so bleiben, trotz lautmalerischer Bekundungen des nun extrem eingeknasteten Patienten.

Frau Wollich unternahm derweil die üblichen Putzfrauenarbeiten: Katzenklo reinigen, Decke in der Katzenhöhle wechseln, Wärmflasche platzieren, Streu auffegen usw. Schön wenn man Personal hat, findet Kalle.

König Kalle kam sehr warm und entspannt wieder heraus, stürzte sich natürlich gleich auf das vorbereitete Mittagsmahl und hat es gar nicht übel genommen.

Morgen steht der nächste Verbandswechsel an, es sieht soweit ganz gut aus. Klingt jetzt alles locker und lustig, aber bis die Pfote zumindest wieder komplett mit Haut (von Fell nicht zu reden) bedeckt ist, muss Kalle noch min. 10 Tage, besser mehr, in geschützter Umgebung bleiben. Dann sehen wir weiter, denn 3 Fellnasen halten Haus Wollich eigentlich schon fest im Griff.

Liebe Blogleser/Innen: bitte schön Daumen drücken für den bepelzten Kämpfer und sein Dienstpersonal

2.3.09 20:10
 
Letzte Einträge: Winter ade mit kuscheliger Wolle, Umzug, Ostereier, Kuscheley, Farbspielereyen, Pullover in Kombination


bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Heike / Website (2.3.09 22:32)
Hallo Dagmar,
ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass "König Kalle" das alles gut übersteht und sich an die ärztlichen und pflegerischen Anweisungen hält *g*
Fellnasen können da manchmal ausgesprochen eigensinnig sein ...
Du hattest aber einen netten Arzt. Bei meinem vorhergehenden Hausarzt hing ein Bild mit diesem Spruch:

Gelebt
Geliebt
Geraucht
Gesoffen
... und alles nun vom Doktor hoffen!
(ein Glück, dass da nix von Wolle oder Süßzeug stand, sonst hätte ich mich noch angesprochen gefühlt...)

Dann viel Erfolg mit der Therapie und ich hoffe, du berichtest uns wie es weiter geht mit Kalle.
LG Heike


Cecie / Website (3.3.09 08:56)
na, da haste ja programm... offenbar hat kalle aber einen starken (über)lebenswillen und damit steht und fällt das ganze programm.

wir drücken die pfoten!


Mandala / Website (3.3.09 10:05)
Hallo Dagmar,

da hat der König Kalle aber Glück, so eine nette und ausdauernde Pflegerin gefunden zu haben. Ich drück auch beide Daumen, dass ihr das dann auch gut übersteht.

Übrigens - ich kenn den kleinen König Kalle Wirsch bestens. Hier handelt es sich um mein Lieblingsstück der Augsburger Puppenkiste und ich musste auch die Bücher dazu haben. Zoppo Trump und die kleine Fledermaus Tutulla - hach einfach liab!


Molly (3.3.09 20:24)
Hallo Dagmar,
Kalle ist ein Glückskater, dass er bei Dir gelandet ist.
Es gibt sicher nur wenige, die 2 Operationen und die ganze Arbeit auf sich genommen hätten.
Mit unserem ersten Kater Peter habe ich auch mal gemeinsam inhaliert, da war er noch ein ganz kleiner. Fand er nicht wirklich prickelnd, aber es hat geholfen, obwohl uns der Tierarzt nicht viel Hoffnung gemacht hat.
Ich wünsche Euch beiden alles Gute und gute Besserung an Kalle.
Viele Grüße
Sabine


minic / Website (6.3.09 08:46)
Hallo liebe Dagmar,
bei uns ist der Winter zurückgekehrt ... leider!
Aber die Blumen wollen mit aller Macht den
Frühling ... und ich auch!!!
Du bist die geborene Katzen-Pflege-Mama, mit
wieviel Geduld du den Kater gesundpflegst, das
ist wirklich beispielhaft! Er wird es dir danken!
Gute Besserung dem Kleinen wünscht Antje


Heike / Website (6.3.09 22:25)
Schöne naturfotos hast du da.
Bei uns sind auch die ersten Schneeglöckchen und Krokusse zu sehen.

Gruß Heike


Angelika / Website (10.3.09 10:43)
Ich halte auch kräftig die Daumen mit!!!!!!
Mit den Zugelaufenen ist das so eine Sache. Erfahrungsgemäß werden die Katerchen einigermaßen zahm, die Kätzinnen die aus der Wildnis zu einem kommen leider nicht. Ich hab seit 2 Jahren so eine Zuläuferin, die frißt sich bei uns durch, läßt sich von unserem Kater beschützen aber greifen läßt sie sich leider nicht. Den Versuch dazu habe ich mit einem ganz üblen Kratzer quer übers Gesicht, haarscharf am Auge vorbei, büßen müssen.
Dadurch schaffen wir es auch nicht, sie sterilisieren zu lassen....so suchen wir denn regelmäßig nach Katzeneltern für die Kleinen.
Ist doch schon positiv, daß euer Kater offensichtlich diesbezüglich kein hoffnungsloser Fall ist.

liebe Grüße, Angelika


mo / Website (15.3.09 13:25)
Auaaaaa - ja, das kann ich Euch nachempfinden, hatten Maypenlay und ich doch vor einem Jahr ein ähnliches Problem. Eigentlich hätte die Hinterpfote amputiert werden müssen, aber unsere Katzendoktorsche gibt auch nicht so schnell auf... es ist zwar zwischendrin eine Zehe einfach abgefallen, aber der Rest ist innerhalb von gut 3 Monaten und 2x Wundversorgung und Verbandswechsel pro Woche hervorragend verheilt.
Nebenergebnis: Seit dem rauche ich nicht mehr.
(Auch der liebste Tierarzt kostet Geld...)

Also haltet die Ohren steif, Ihr beiden - und, wie ich Dich kenne, meine liebste Haffschnecke, kriegst Du das alles in den Pfotengriff!!
Bussi!
mo

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